"HOCH PERFORMANT, SEHR FLEXIBEL, EXTREM ZUVERLÄSSIG, VIEL LUFT FÜR DIE ZUKUNFT UND EINE EINFACHE ZENTRALE WARTUNG"

... so wurden die Anforderungen an die neue Hardware beschrieben.

Rückblick: Das abzulösende CMS wurde auf zwei getrennten Server-Farmen (Redaktion + Produktion) mit mehr als 12 einzelnen Servern betrieben. Die Wartungskosten stiegen dabei direkt mit der Anzahl der Server; daher wurde auch ein neues Hardware-Konzept beschlossen.

Aus diesen Anforderungen ergaben sich die folgenden Überlegungen und Entscheidungen.

200% ZUVERLÄSSIGKEIT

Entweder man wählt Hardware, bei welcher wirklich jede kritische Komponente redundant ausgelegt ist, oder man kauft jeden  Server doppelt und implementiert zusätzlich eine Lösung für automatischen Failover. In jedem Fall sorgt ein Hardware-Wartungsvertrag mit garantierten Reparaturzeiten für die erforderliche Sicherheit.

Die Entscheidung fiel nach ausführlicher Planung zugunsten redundant ausgelegter Hardware: IBM System p5 Modell 550 (& Modell 520 als Backup).

            [Beruhigt schlafen]

Diese IBM-Server bieten neben der bekannt qualitativen, redundanten Hardware-Ausstattung und echter Virtualisierung auch das bemerkenswerte Service, dass auftretende Störungen oder Probleme der Hardware automatisch an den Hersteller gemeldet und zumeist von diesem gelöst werden noch bevor der Betreiber die Probleme bemerkt.

150% FLEXIBILITÄT + LEISTUNG

Mit dem Wechsel auf das neue CMS TYPO3, dem Redesign und der Neustruktrierung der Site, zusätzlichen neuen Funktionalitäten und der erwarteten Steigerung der Anwenderzahlen, war zum Zeitpunkt der Hardwareplanung eine exakte Abschätzung der benötigten Hardware-Ressourcen im Detail nicht möglich. Insbesondere die Lastverteilung auf DB-, Applikations-, File- und Reverse-Proxy-Server in Bezug auf CPU-, Memory- und Storage-Anforderungen konnte vor der Inbetriebnahme nur geschätzt werden.

Bei einem klassischen Multi-Server-Setup führen nachträgliche Änderungen der Ressourcen-Anforderungen, welche sich durch Erkenntnisse im Life-Betrieb ergeben, im Regelfall zum "einfachen Hinzufügen" neuer Hardware. Jedenfalls sind damit unerwartete Kosten für neue Hardware, zumeist eine Downtime, einiges an Aufwand und ein zukünftig erhöhter Wartungsaufwand verbunden.

            [Dynamisches Ressourcen-Sharing]

Im gewählten virtualisierten Setup mit IBM System p werden ungenutzte Ressourcen (CPU/RAM) automatisch oder manuell jeweils dorthin verlagert wo sie wirklich benötigt werden. Damit erreicht man nicht nur eine höhere Flexibilität im täglichen Betrieb, sondern sorgt auch dafür, dass es weder zu unter- noch zu überforderten Einzel-Applikationen kommt. Darüber hinaus erhöht sich die Gesamtperformance der Applikationen, da Flaschenhälse vermieden werden und die Gesamtleistung des Systems besser genutzt wird.

            [Volle Virtualisierung statt Server-Friedhof]

Die Virtualisierung auf IBM System p erlaubte dabei eine komplette Trennung der Applikations-Bestandteile: Proxy, Web-, DB- und File-Server in jeweils einzelnen LPARs (Logical Partitions) innerhalb eines physischen Servers. LPARs entsprechen damit getrennten Servern und können unabhängig voneinander und für den jeweilige Zweck installiert, angepasst, konfiguriert und deren Performance getrennt beobachtet werden.


Wie erwartet zeigten die einzelnen LPARs in der Produktion ein etwas anderes Lastverhalten als initial geplant wurde. Tatsächlich benötigten der Proxy- und der Fileserver weniger CPU und Memory als ihnen garantiert zugesichert wurde; diese Ressourcen können nun von Web- und DB-Server genutzt werden können. Die dafür notwendigen Änderungen an garantierten CPU-, Memory- und Disk-Ressourcen wurden dabei, dank Virtualisierung, jeweils einfach im laufenden Betrieb über die HMC (Hardware-Management-Console) durchgeführt.

zentrale Performance-Messung aller Server und Komponenten mittels Gangia

+100% SKALIERBARKEIT

Storage: Das Terrabyte-RAID hat selbst nach 10 Monaten noch immer keine Angst vor den ca. 6.000 neuen Bildern pro Monat.

CPU: Die durchschnittliche Auslastung von 10-20% bietet hinreichend Luft für Anforderungs-spitzen und Wachstum.

Memory: Durchschnitt 60% mit Spitzen bis zu 90% sprechen für eine effektive Auslastung. Optional ist eine Erweiterung von  derzeit 16 GByte auf bis zu 64 GByte RAM möglich.

            [Zukunft gesichert]

Damit zeigten die ersten 10 Monate in Produktion, dass die gewählten Hard- und Software-Lösung optimal dimensioniert war und hinreichend Potential für die Expansion der nächsten Jahre bietet.

ZENTRALE ADMINISTRATION

Im IT-Bereich wird an Personal gespart, Systemadministratoren wird nachgesagt "faule Menschen" zu sein - oder eben Clevere, je nach Betrachtungsweise. Denn sie versuchen aufgrund Ihrer Überlastung jeden Arbeitsvorgang zu optimieren und zu automatisieren.

IBM's Antwort auf diese fast gegensätzlichen Anforderungen nennt sich HMC (Hardware Management Console).

            [Die HMC - Sysadmin's Liebling]

Über die HMC kann ein Sysadmin alle virtuellen Partitionen verschiedener Server zentral verwalten. Dabei bleibt es dem Admin überlassen, die HMC physisch vor Ort, remote via GUI oder auf der Shell zu bedienen. Jedenfalls erlaubt sie alle notwendigen Operationen umzusetzen, zu welchen sonst mindestens ein Schraubenzieher, einiges an Weg und Zeit erforderlich wäre.

Über die HMC werden neue LPARs hinzugefügt / gelöscht, Hardware-Ressourcen (CPU, Memory, Storage, NICs, ...) im laufenen Betrieb zwischen einzelnen LPARs verteilt, OS-Updates und neue Firmware eingespielt, Backups und Restores durgeführt, u.v.m.

Kurzum die gesamte Systemadministration aller virtuellen LPARs auf mehreren physischen Servern erfolgt über ein zentrales Interface.

RESÜMEE

Die hohe Verfügbarkeit des Gesamtsystems (+99,9% seit Inbetriebnahme) und die Erfüllung der geforderten Kriterien wie Performance, Flexibilität, Erweiterbarkeit, und einfache Wartung, bestätigen die Entscheidung von plan2net und des Auftraggebers für zu IBM System p5 POWER5.

 
Michael Heigl, CTO - sport1:
"Die Zuverlässigkeit des Systems und die Flexibilität der Virtualisierung hat schon in den ersten 6 Monaten Betrieb bewiesen, dass die Entscheidung für IBM System p definitiv die richtige war."

Oliver Gassner, Systemadministrator - plan2net:
"Die anfänglichen Bedenken AIX statt Linux als Betriebssystem von TYPO3 zu nutzen, wichen, nach kurzer Zeit, der Begeisterung über die Features dieses wirklich erwachsenen UNIX und der professionellen Unterstützung seitens des Herstellers."



Hardware


1 x IBM System p5 550 - Hauptsystem

CPU

8 x 1.5 GHz POWER5 Prozessoren (je 36mb L3cache)

RAM

16gb

STORAGE

2x73gb + 4x300gb Ultra320 SCSI

1 x IBM System p5 520 - Backup

1 x HMC (Hardware Management Console)